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initiiert und begleitet von den Kath. Dekanatsjugendreferenten, der KAB im Bezirk und der Kath. Regionalkonferenz
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Aufatmen im KAB-Bezirk Main-Tauber


Ein Aufatmen geht durch den Bezirk der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Main Tauber. Die Erzdiözese Freiburg hat die Stelle des KAB-Bezirkssekretärs, die seit der Zurruhesetzung von Bernhard Speck im Jahre 2004 verwaist war, wieder besetzt. Uwe Terhorst (Mannheim) heißt der neue Mann, der seit dem 1. September mit der Bezeichnung "Referent für Arbeitnehmerseelsorge / KAB" für die KAB-Bezirke Heidelberg, Bergstraße und Main-Tauber zuständig ist. Bei einer Sitzung des KAB-Bezirksverbandsausschusses des Main-Tauber-Kreises im Bildungshaus St. Michael in Tauberbischofsheim stellte sich der Sozialreferent vor. Bei ihren Begrüßungsworten zu Sitzungsbeginn freute sich die Bezirksverbandsvorsitzende Dr. Ruth Hartmann (Tauberbischofsheim), dass die Stelle nach langer Vakanz nun wieder besetzt und damit die Unterstützung der Arbeit durch einen Hauptamtlichen wieder möglich sei. Als geistlichen Impuls zitierte Bernhard Speck (Impfingen), der Bezirksverbandsvorsitzende, einen Text von Paul Schobel über den "Knochen-Job" der Zeitungsausträger, die - meist unbekannt - in aller Herrgottsfrühe bei Wind und Wetter und oft im Dämmerlicht der Laternen die Tageszeitung austragen, damit wir beim Frühstück nicht auf unsere Morgenlektüre verzichten müssen. "Eine humane Gesellschaft erkennt man daran, dass sie jene nicht übersieht, die im Verborgenen arbeiten", lautete das Fazit. Anschließend stellte Bernhard Speck das Konzept von LaBuMoTa, einer Initiative zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in den Dekanaten Lauda, Buchen, Mosbach und Tauberbischofsheim, vor. Die Aktion, die 2008 ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann, leiste eine wichtige Arbeit für die Gesellschaft und genieße, auch bei den Bürgermeistern der Region, einen guten Ruf, so Speck. Es folgten Kurzberichte der Verantwortlichen aus den einzelnen Sachbereichen der KAB. Ida Schimmer (Bestenheid) berichtete über die Seniorenarbeit, Liane Thön-Spörer (Tauberbischofsheim) sprach über den Bereich Familie und Heinz Kauzmann (Neubrunn) nahm zum Bereich Interessenvertretung und Qualifizierung Stellung. Manfred Nenno (Külsheim), Beauftragter der KAB für Internationales und Zukunft der Arbeit, stellte anschließend eine Solidaritäts-Lotterie der KAB der Erzdiözese Freiburg vor, die am 2. November beginnt und deren Erlös bedürftigen Menschen in Peru und Rumänien zugute kommt. In Peru sind rund 80 Prozent der Erwerbsbevölkerung ohne festen Arbeitsplatz, sie sind unterbeschäftigt oder arbeitslos. Kürzlich kam auch noch ein schlimmes Erdbeben dazu. Seit 20 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen der KAB der Erzdiözese Freiburg und der peruanischen KAB (MTC - Movimiente de Trabajadores Cristianos). Mit Projekten werde versucht, armen Menschen in Peru zu helfen sowie Verantwortliche der MTC für ihre Aufgabe weiterzubilden. "Hilfe, die ankommt und Mut macht", ein gemeinnütziger Verein im Main-Tauber-Kreis, initiiert und mit zahlreichen Hilfsaktionen vor allem von Manfred Nenno und Manfred Richter (Steinbach) in die Tat umgesetzt, unterstützt Kinder und Jugendliche (Straßen- und Waisenkinder) in der rumänischen Stadt Oradea. Der Erlös der Lotterie, so Manfred Nenno, fließt in die Unterstützung der Projekte in Peru und Rumänien. Die öffentliche Ausspielung der Solidaritäts-Lotterie erfolgt im Rahmen eines Wohltätigkeitskonzertes am 24. November um 19.30 Uhr in der Stadtkirche St. Martin in Külsheim in Anwesenheit des Schirmherrn Minister Professor Dr. Wolfgang Reinhart sowie des Botschafters von Peru. Nachdem Uwe Terhorst durch die Berichte einen ersten Eindruck von der KAB Main-Tauber erhalten hatte, stellte er sich selbst sowie seine Aufgaben und Ziele in der KAB vor. Geboren 1969, verheiratet, Vater einer Tochter, Mittlere Reife, Ausbildung und Arbeit als Bürokaufmann, 1990 Qualifizierung zum Sozialrefenten und seit 1991 Referent für Arbeitnehmerpastoral und KAB-Sekretär in Mannheim als Angestellter des Erzbischöflichen Seelsorgeamtes, zuständig für große Teile des Rhein-Neckar-Kreises und die Stadt Heidelberg. Die KAB melde sich zu Wort, so sagte Uwe Terhorst unter anderem, beim Kampf gegen die Freigabe des Ladenschlussgesetzes und gegen die Aushöhlung des Sonntags, etwa durch die Zunahme von verkaufsoffenen Sonntagen. Die KAB setze sich weiterhin für ihr ausgewogenes Rentenmodell ein. Die KAB werde aktuelle Veranstaltungen, wie Podiumsdiskussionen, etwa vor Land- und Bundestagswahlen, durchführen. Beim Mindestlohn, die KAB befürworte 8,10 Euro, sollte jetzt ein Durchbruch kommen, forderte Terhorst. Auch bei Themen wie Bürgergeld - Grundeinkommen oder Pflegeversicherung werde die KAB deutlich Stellung beziehen. Im Zuge des Sparprozesses der Erzdiözese stünden dem KAB-Bezirk Main-Tauber nur zehn Wochenstunden seines Gesamtdeputats zur Verfügung, man müsse sich also auf Wichtiges verständigen, erklärte Uwe Terhorst. Dabei besitze 2008 der Besuch in den KAB-Ortsgruppen Priorität, um Probleme und Anliegen zu besprechen. Es gehe ihm nicht um Aktivismus, sondern lieber um wenige hochkarätige Veranstaltungen. In den kommenden Monaten soll ein Programmheft entstehen. Mit der Absicht, in nächster Zeit möglichst viele KAB-Mitglieder kennen zu lernen, verband der Referent den Wunsch nach einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Eine sich anschließende Gesprächsrunde gab Gelegenheit, sich gegenseitig zu beschnuppern. Am 31. Januar findet im Rahmen einer Bezirksverbandstagung in Tauberbischofsheim die Programmplanung der Ortsverbände mit Uwe Terhorst statt. An weiteren Terminen nannte Bernhard Speck: 7. November Soziale Woche in Bestenheid, Thema "Den Menschen Hoffnung geben - wo Kirche lebendig wird", 8. November Frauenseminar in Tauberbischofsheim, Thema "Mit Gott auf Augenhöhe - Aus meiner Berufung zum Christsein leben", 14. November Soziale Woche in Freudenberg, Thema "Peru - ein Land mit vielen Gesichtern", 20. November Soziale Woche in Tauberbischofsheim, Thema "Dem Menschen Hoffnung geben - 30 Jahre Kolping Chile" und 24. November Wohltätigkeitskonzert in Külsheim mit Ausspielung der Solidaritätslotterie. Fränkische Nachrichten - 31.10.2007

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