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50 Jahre KAB im Main-Tauber-Kreis

Verstärkter Blick auf die Arbeitswelt


"Wir wünschen den Mitgliedern der KAB für ihr segensreiches Tun die innere Freude, die vor allem von Gott her kommt", sagte Pfarrer Attila Szücs, Stadtpfarrer und Präses der AMCS (KAB) aus Diosig, der zusammen mit zwei Pfarrgemeinderatsmitgliedern, 1500 Kilometer aus Rumänien zum 50-jährigen Bestehen der KAB Main-Tauber nach Freudenberg anreiste. Eröffnet wurde der Festakt unter dem Motto "Eine andere Welt ist möglich" in der Kapelle des Otto-Rauch-Stifts unter der Leitung von Pfarrer Böser, Diözesanpräses des Diözesanverbandes der KAB Erzdiözese Freiburg. Mitfeiernde am Altar waren der ehemalige Stadtpfarrer von Freudenberg und Bezirkspräses Pfarrer Hans Bender, Pfarrer Attila Szücs und Diakon Manfred Nenno.

Mit einem Abschnitt aus dem alten Testament, Levitikus 20 "Das Sabatjahr", bei dem alle 50 Jahre ein Jobel(Jubel)jahr auszurufen ist, erklärte Böser, dass dieses Jahr den Israeliten heilig war. Es war ein gesellschaftliches Programm, bei dem alle Sklaven ihre Freiheit bekamen und die Steuerschulden erlassen wurde. Ein Neuanfang war somit möglich.

Keinen Neuanfang, aber neue Impulse und Ideen ermöglichten der KAB, in die Zukunft zu gehen und manches neu zu erproben. Das be-deute aber nicht, so der Bezirksvorsitzende Bernhard Speck, dass der neue Vorstand bei null anfange. In einer beeindruckenden Präsentation nach dem Gottesdienst ließ Speck 50 Jahre KAB Revue passieren. Zehn Jahre nach Kriegsende entstand die Idee auch an der Tauber, ein "Werkvolk" zu gründen. Hauptinitiator war der Jesuitenpater Otto Buchheim, der von Mannheim aus das Hinterland bereiste und versuchte, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen für diese Idee zu gewinnen. 1961 hatte er bereits 116 Mitglieder, die in das "Werkvolk" eintraten, dass jetzt in Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) umbenannte wurde. In erster Linie sollte ein Gegensatz zum sozialistischen oder kommunistischem Einfluss entstehen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen sollten in ihrem christlichen Umfeld und der katholischen Soziallehre verankert sein. Heute, so Speck, hat die KAB in Deutschland rund 200 000 Mitglieder. Im Main-Tauber-Kreis sind es 170 Männer und Frauen, die sich engagieren. 1964 gab es erste Veränderungen, denn mit Erwin Sieber wurde der erste hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt. Bis heute folgten Sieber weitere fünf Hauptamtliche und neun Vorsitzende. Die geistliche Begleitung der KAB wurde von acht Bezirkspräses wahrgenommen. In den letzten 50 Jahren habe sich viel in der Gesellschaft, der Kirche und damit auch in der KAB verändert. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liege bei 62 Jahre und wenige stünden noch im Berufsleben.Themenbereiche wie Erziehung und Sexualität traten in den Hintergrund, Themen, die sich auf die Arbeitswelt bezogen, nahmen zu und die Vernetzung mit anderen Verbänden wie Kolping und Gewerkschaften und sozial Verbänden sind wichtig geworden. Vor allem ging Speck auf das Engagement im Ausland und für arbeitsuchende Jugendliche ein. So begleitet der Bezirksverband unter Federführung von Diakon Nenno den Aufbau der KAB (AMCS) in Oradea/Rumänien, wo man sich für arme Familien, Kinder und Jugendliche einsetze. Bereits 27 Jahre lang bestehen sehr enge Verbindungen nach Peru. LaBuMoTa (Lauda, Buchen, Mosbach und Tauberbischofsheim) heißt das Netzwerk, dass sich für die Jugendlichen ein-setzt, die nach der Schule eine Ausbildung oder einen Beruf anstreben.

"Aus der Grundüberzeugung, dass Gottesdienst und Menschendienst zusammengehören, bezieht die KAB ihre Inspiration und Motivation", so Minister Professor Dr. Wolfgang Reinhart in seinem schriftlichen Grußwort. Stimme der Schwachen in der Gesellschaft zu sein, sei Schwerpunkt der Arbeit, meinte MdB Alois Gerig.

Weitere Grußredner würdigten die Arbeit der KAB, ebenso die Zusammenarbeit mit dem Kolpingverband. " "Das Gesicht der Welt würde sich ändern durch Menschen, die die Not sehen, beurteilen und dann handeln", war Dekan Gerhard Hauk überzeugt. kab

Fränkische Nachrichten - 31.03.2011

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