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Seelsorge ist Sinnsorge

KAB-Sekretär Speck referierte über Arbeitnehmerpastoral

Wer weiß eigentlich, was Arbeitnehmerpastoral bedeutet? Mit dieser Frage zeigte KAB-Sekretär Bernhard Speck in "Wegbeschreibungen" die wichtigen Aufgabe der katholischen Arbeitnehmerpastoral auf. Und sie ist vielfältiger, als viele dachten. Da ist zunächst die Arbeitnehmerpastoral als solidarische Kirche zu sehen. Es gelte, viele kleine Zeichen der Hilfsbereitschaft in den Betrieben zu setzen, sich auch als Christ dort zu bewähren. Viele Arbeitnehmer haben sich in der KAB (immerhin 240 000 Mitglieder in Deutschland), im Kolpingwerk oder in Gewerkschaften organisiert, arbeiten in Betriebs- oder Personalräten mit und übernehmen Verantwortung bis hin zur Bereitschaft, Einkommen zu teilen, um Arbeitsplätze zu erhalten. Ein weiteres wichtiges Feld ist die Arbeitnehmerpastoral als missionarische Kirche. Es glte, immer wieder "Salz und Sauerteig" zu sein, Veränderungsprozesse auszulösen, Geschwisterlich zu leben und Zeugnis vom Glauben zu geben. Sicher sei es nicht immer leicht, Menschen für die Sache Jesu zu gewinnen. Aber es sei enorm wichtig, Glauben und Leben zu verbinden. Gerade diese Aussage verdeutlichte Bernhard Speck mit Informationen über die gebildeten Aktionskreise zur Lebensbetrachtung. Mit der Methode "Sehen - Urteilen - Handeln" berichten alle Mitglieder im Aktionskreis von einer Erfahrung oder einem Ereignis. Ein ausgewähltes Ereignis wird dann näher betrachtet, wobei bei diesem "Sehen" das Ereignis möglichst wirklichkeitsgetreu wiedergegeben werden muss. Es wird menschlich, aber auch im Licht der Bibel, also mit Gottes Augen gesehen. Beim anschließenden "Urteilen" steht die Suche nach den gelebten Werten, Sehnsüchten und Bedürfnissen im Mittelpunkt. Die Maßstäbe des Evangeliums seien eine wertvolle Hilfe hierzu, wobei es nie zu einem Verurteilen von Menschen kommen dürfe. Nach einem gründlichen Sehen und Urteilen werde immer ein Handeln möglich sein. Ideal sei es, wenn ein gemeinsames Handeln mit den Betroffenen möglich wird, jeder Zwang müsse aber vermieden werden. Dieser Weg werde auch in der Katholischen Soziallehre beschrieben. Schließlich ging Speck noch auf die Arbeitnehmerpastoral als Prophetische Kirche ein. Es gehe darum "Sprachlosen" Stimme zu verleihen, Mächtige zu hinterfragen und eine Gegenmacht zu bilden. Es gehe darum, für Gerechtigkeit einzutreten. Er verwies hierzu auch auf die prophetischen Reden von Betriebsseelsorger Paul Schobel, die regelmäßig im Rundfunk zu hören sind. Zu einem weiteren wichtigen Bestandteil der Arbeitnehmerpastoral wurde das Projekt "LaBuMoTa" der katholischen Regionalstelle Odenwald-Tauber. Manfred Seiler stellte dieses Netzwerk für Arbeit suchende Jugendliche der vier Dekanate Lauda, Buchen, Mosbach und Tauberbischofsheim vor, welches in Kooperation mit den Jugendhäusern, dem Arbeitsamt sowie Bildungsträgern im niederschwelligen Bereich, also dort, wo sich Jugendliche treffen, Hilfen zu geben. Über 300 Beratungen im letzten Jahr zeigten, dass die katholische Kirche Jugendliche "nicht im Regen stehen lässt". Hans-Jürgen Bundschuh stellte anschließend die Arbeit des Kolping-Bildungswerkes vor. Abschließend stellte KAB-Sekretär Bernhard Speck aufgrund dieser vielfältigen Hilfen fest, dass Seelsorge auch immer Sinnsorge sei. Die Menschen müssen erkennen, dass ihr Leben trotz Arbeitslosigkeit oder Benachteiligungen einen Sinn hat. Es handele sich hier um einen wertvollen Dienst am Menschen. Das Schlimmste wäre, die Jugendlichen und Jungen Erwachsenen in diesen Problemfelder allein zu lassen. Der Beweis, dass es nicht so ist, wurde an diesem Abend geliefert. Bk Fränkische Nachrichten - 27.10.2003

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