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Erlebnispädagogisches Sportwochenende

Projekt "Mädchen-Werkstatt" soll Kompetenzen von Mädchen aus der Hauptschule fördern

Bereits zum dritten Mal führt der Sportjugendförderverein Main-Tauber in Kooperation mit der Schulsozialarbeit Lauda-Königshofen und Tauberbischofsheim, H. Seiler von LaBuMoTa sowie Diplom-Sozial Pädagogin Uschi Steffan die "Mädchen-Werkstatt" durch. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Bewilligt wurde dieses Projekt direkt vom Sozialministerium Baden Württemberg. Im Verlauf des Projekts sollen die Kompetenzen von Mädchen aus der Hauptschule hinsichtlich ihrer späteren beruflichen Entwicklung gefördert werden. Neben einer EDV-Schulung, einem WenDo-Kurs, einem Selbstverteidigungskurs, einem Mädchen-Workshop, Bewerbungstraining und individueller Berufsberatung steht dabei auch ein erlebnispädagogisches Wochenende mit auf dem Programm. So fuhren 15 beteiligte Mädchen aus Lauda und Tauberbischofsheim sowie drei Betreuerinnen in Kleinbussen in Richtung Todtnauberg im Schwarzwald. Die Unterbringung erfolgte dort in der Jugendherberge "Fleinerhaus". Nachdem die Zimmer verteilt waren, unternahm man einen ersten gemeinsamen Spaziergang in die nähere Umgebung, um sich bei strahlenden Sonnenschein auf einer Wiese mit Hilfe von verschiedenen Übungen besser kennen zu lernen. Bei anschließenden Problemlöseaufgaben wie z.B. "Ozean", "Jumping Jack" oder "Speedball" entwickelten die Schülerinnen dann bereits sehr rasch gemeinsame Strategien und stellen ihre Teamfähigkeit unter Beweis. Am zweiten Tag war ursprünglich ein ganztägiges Programm im Hochseilklettergarten Schwarzwald geplant. Nachdem aber leider das Wetter überhaupt nicht mitspielte, wurde aus Sicherheitsgründen nur am Vormittag ein Bodenprogramm durchgeführt. Dabei wurde die Gruppe geteilt und jeweils einem Trainer zugeordnet. In diesen Kleingruppen galt es dann verschiedene Aufgaben gemeinsam zu meistern: die Mädchen durften ihren Einfallsreichtum und ihre Kreativität beim Bau des "laufenden A" beweisen, ihr Geschick beim "Spinnennetz", "Indianerpfad", "Zickzack" und "Discjockey" zeigen und ihr Vertrauen zu ihren Mitstreiterinnen beim "Vertrauensfall" auf die Probe stellen. Nach einer deftigen Mahlzeit ging es im Anschluss zum Besucherbergwerk Finstergrund bei Utzenfeld. Auf einem Rundgang durch die nur sechs Grad kalten Stollen erfuhren dabei die Teilnehmerinnen, ausgerüstet mit Schutzhelm, von Bergmann Helmuth viel Interessantes über Gänge, Hohlräume, Sprenglöcher, Bohrhämmer, Gesteine und die schwere Arbeit im Bergwerk. Den Abschluss des zweiten Tages bildete ein Stadtrundgang durch die Kurstadt St. Blasien mit Besuch des Doms. Am Morgen des dritten Tages durfte auch wieder die Natur bestaunt werden: unterhalb von Todtnauberg befinden sich die Todtnauer Wasserfälle. Diese sind die größten Naturwasserfälle Deutschlands. Begleitet von tosendem Rauschen verfolgten die Mädchen zu Fuß den Verlauf des Wasserfalles und waren beeindruckt von so viel Naturgewalt. Danach ging es direkt zum Erlebnispark Steinwasen bei Oberried. Dort erwartete die Mädchen die weltgrößte Erlebnisseilbrücke. Auf dem Rückweg zur Jugendherberge besuchte die Gruppen einen Glasbläserhof und konnte dort einen Glasbläser live bei der Herstellung einer Schale beobachten und viel Interessantes über das Handwerk erfahren. Um sich auf den weiteren Programmpunkt "Berufserkundung" im Rahmen der "Mädchen-Werkstatt" vorzubereiten, bearbeiteten die Mädchen abschließend am Abend einen Arbeitsbogen zu ihren beruflichen Erwartungen und Wunschberufen. Am Abreisetag fand das Highlight dieses erlebnispädagogischen Wochenendes statt: bei strahlendem Sonnenschein besuchte die Gruppe ein zweites Mal den Hochseilgarten, um dieses Mal in schwindelerregender Höhe, mit Gurten und Helmen ausgerüstet, den Kletterturm zu bezwingen. Schon der Aufstieg war eine große Herausforderung, da in Viererteams eine Art Riesenleiter bezwungen werden musste, um überhaupt auf die Turmplattform in zwölf Metern Höhe zu gelangen. Von dort aus konnten die Mädchen dann, selbstverständlich stets gesichert, paarweise verschiedene Parcours überwinden. Und nicht nur der kalte Wind dort oben war dafür verantwortlich, dass so manch einem der teilnehmenden Mädchen die Knie schlotterten. Entschädigt wurden sie dafür mit einer wunderschönen Aussicht auf die Umgebung sowie der Gewissheit, etwas Neues ausprobiert und Ängste überwunden zu haben. Fränkische Nachrichten 26.05.2004

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