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"Clemens Balles lebt das, was Caritas bedeutet"


Hardheim. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und zahlreicher weiterer hohen Auszeichnungen, die sein beachtliches und von rührigem Engagement im Dienst an den Mitmenschen geprägtes Lebenswerk krönen. Im Beruf wie im Ehrenamt hat er Spuren gelegt, sein Leben lang tätige Nächstenliebe vorgelebt, als Pionier in der Erzdiözese Freiburg maßgebliche Strukturreformen mit erarbeitet und mitgetragen und im kirchlichen wie im caritativen Bereich bleibende Akzente gesetzt. Die Rede ist von Clemens Balles, der am heutigen 21. Juni 80 Jahre alt wird.

Seinen Ehrentag feiert der gebürtige Hainstadter heute ab 15 Uhr mit der Familie, Freunden und Weggefährten in seinem Wohnort Hardheim und dort in dem von seiner Tochter Bernadette geführten Kulturtreff Bahnhof 1910. Tiefe Verwurzelung im Glauben

Eine tiefe Verwurzelung im Glauben prägt sein Leben, Pfarrer Lang charakterisierte ihn einmal als "soziales Gewissen in der Pfarrgemeinde". Sein Leitthema: "Mit Menschen für Menschen". Denn: "Wo die Güte und die Liebe wohnen, da ist Gott", erklärt er im Gespräch mit den FN anlässlich seines Geburtstages. Entsprechend baut seine Lebensphilosophie auf drei pastoralen Grunddiensten auf: Glauben erfahren und bezeugen, Glauben leben und feiern sowie Glauben umsetzen im Dienst am Nächsten.

Früh in der Kirche engagiert

Seit seiner Jugendzeit engagierte sich der Jubilar ehrenamtlich in der katholischen Kirche. In seinem Heimatort Hainstadt war er zunächst Gruppenleiter und übernahm 1953 bereits mit 17 Jahren das Amt des Dekanatsjugendleiters. Während dieser Tätigkeit, die er bis 1964 ausübte, war er 1957 Initiator und Gründer des großen Dekanatszeltlagers und später auch 20 Jahre lang Organisator der Winter-, Sommer- und Familienfreizeiten in Saas Grund. Balles war Mitglied des Kreisjugendhilfeausschusses, dem er fast 40 Jahre lang angehörte. Über 30 Jahre arbeitete er in der Jugendhilfe Mosbach mit. Fast 20 Jahre lang brachte er sich verantwortungsvoll im Beirat des Kinder- und Jugenddorfes Klinge in Seckach ein.

In Hainstadt war der Jubilar Mitbegründer und langjähriger Leiter der Kolpingsfamilie und Gründungsmitglied der FG "Heeschter Berkediebe". Lange gehörte er dem Vorstand und Beirat des Heimatvereins Hainstadt an. "Kirche ist für Clemens Balles tätiges Handeln. Er lebt das, was Caritas bedeutet", würdigte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den Jubilar. Sei es 33 Jahre lang als Pfarrgemeinderat in Hardheim, in verschiedenen Funktionen im Caritasverband, mit dessen höchsten Ehrenzeichen er ausgezeichnet worden ist, oder seit 1979 als Gründungs- und Vorstandsmitglied im Verein Dienst am Nächsten" (bis 2003).

Außerdem hat Balles als Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender (seit 1978) und dann als ehrenamtlicher Vorsitzender (1993 bis 2009) die Sozialstation Hardheim-Höpfingen-Walldürn mit ihren inzwischen 60 Mitarbeitern aufgebaut und ganz wesentliche Pionierarbeit geleistet in den Bereichen der Senioren-Tagespflege und der Kinderkrankenpflege. Ein Lebenswerk ging mit dem Umzug der Sozialstation und der Senioren-Tagespflege in das später eigene Domizil in Walldürn (ehemals "Haus der offenen Tür) in Erfüllung.

Auch wenn er inzwischen die Verantwortung an Bernhard Berberich weitergegeben hat, bringt er sich als Ehrenmitglied noch nach besten Kräften im Vorstand seines "Lieblingskindes" beratend ein.

Beruflich Personalleiter

Beruflich bildete sich Balles als gelernter kaufmännischer Angestellter zum Bilanzbuchhalter weiter. Von 1959 bis 1973 war er bei der Metallwarenfabrik Reum (damals noch in Buchen) als Personalleiter tätig. Danach orientierte er sich um und war hauptberuflich bei der katholischen Kirche angestellt.

Als Mann der ersten Stunde und erster Regionalsekretär (später nach einem berufsbegleitenden Studium Regionalreferent) der Region Odenwald-Tauber (1973 bis 1999) half er mit, die Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils beim Aufbau der Regionen umzusetzen und deren Profile - damals noch Neuland -zu entwickeln.

Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderen der Aufbau einer regionalen pastoralen Arbeit, die Referententätigkeit (für Pfarrgemeinderatsarbeit, Ehe und Familie, Katechese, Caritas und Soziales), die Gründung von Dekanatsstellen, Schulung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Durchführung von religiösen Kursen.

Balles war Mitbegründer von LaBuMoTa und des ersten Diakonatskreises in Walldürn. In Anerkennung seines außergewöhnlich großen Lebenswerkes wurde er neben dem Bundesverdienstkreuz (2011) unter anderem mit der Landesehrennadel, der Staufermedaille, der Bürgermedaille der Gemeinde Hardheim in Bronze und Silber sowie allen Ehrenzeichen und der Dankmedaille des Diözesan-Caritasverbandes geehrt.

Aus gesundheitlichen Gründen hat sich der Jubilar in den letzten Jahren aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen und nach und nach die verbliebenen Ehrenämter abgegeben.

Privat unterstützt er sehr engagiert seine Tochter Bernadette in deren Kulturzentrum Bahnhof 1910. Mit seiner Frau Irmhild, geborene Keller, ist Clemens Balles seit 55 Jahren verheiratet und hat drei Kinder. Den Gratulanten am heutigen Geburtstag von Clemens Balles schließen sich die Fränkischen Nachrichten gerne an. i.E.

Fränkische Nachrichten, 21.06.2016

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