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Neues Buchener Jugendhaus eingeweiht

Treffpunkt für alle Kinder und Jugendlichen der Stadt


Neuer Name für neues Haus: Nach dem Umzug in die umgebaute Tankstelle wird aus dem TÜFF das Kinder- und Jugendzentrum.
Normalerweise besuchen 50 bis 60 Kinder und Jugendliche am Tag das Jugendzentrum TÜFF. Am Dienstagabend waren es mindestens genau so viele Erwachsene, die die Eröffnung des neuen Jugendtreffs im Gebäude der ehemaligen Aral-Tankstellen beim Stadion und die Umbenennung des TÜFF in Kinder- und Jugendzentrum Buchen miterlebten. Dreieinhalb Jahre nach dem verheerenden Brand und nach anderthalb Jahren Bauzeit hat die Jugendarbeit in Buchen eine neue Bleibe gefunden. "Buchen hat zum ersten Mal in seiner Geschichte ein Kinder- und Jugendhaus, das diesen Namen auch wirklich verdient", erklärte Bürgermeister Dr. Achim Brötel bei seiner Begrüßung und seinem Rückblick. Die offene Jugendarbeit, so der Bürgermeister, stand in Buchen unter keinem günstigen Stern - räumlich betrachtet. Denn vom Jugendtreff im alten Jugendheim, das abbrannte, über die Zwischenstation im Haus beim "Löwen", das abgerissen wurde, und dem Intermezzo in der ehemaligen Fahrschule Roos waren die Unterkunftsmöglichkeiten für Jugendarbeit immer von kurzer Dauer. Einen neuen Anlauf unternahm im Jahr 1995 das evangelische Pfarrerehepaar Kündiger, das mit seinem Integrationsprojekt schließlich in den ehemaligen Räumen des TÜV Unterkunft fand. Bürgermeister Brötel würdigte den Einsatz der ersten Sozialarbeiter, aber auch der Stadt, die große finanzielle Zuschüsse zum Betrieb des TÜFF ("Trennung überwinden, Freunde finden") leistete. Nachdem die evangelische Kirchengemeinde finanziell nicht mehr in der Lage war, den Betrieb des Jugendhauses zu schultern, sprang Mitte des Jahres 2000 der Caritasverband ein: Er betreibt seither das Jugendzentrum TÜFF und hat in den vergangenen Jahren sowohl die Integrationsarbeit deutlich ausgeweitet - zum Beispiel durch die Projekte "Lausbub" (schulisch-berufliche Integration von Migrantenkindern), "Nena" (Stadtteilsozialarbeit) und "Schlüsselkinder" (Nachmittagsbetreuung sozial benachteiligter Kinder) - und auch die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter erhöht. Der Brand der ehemaligen Tankstelle erwies sich als Chance für die Jugendarbeit in Buchen. Denn nach langen Verhandlungen konnte sicher gestellt werden, dass die Versicherungssumme von 150 000 Euro in den Umbau der Brandruine gesteckt werden konnte. Mit Fördergeldern des Landes - unter anderem für die Altlastensanierung auf dem Tankstellengelände - wurde mit den Umbau- und Renovierungsarbeiten begonnen. Bürgermeister Brötel rechnet damit, dass die Stadt noch rund 20 000 Euro bei der Abrechnung der Baumaßnahme zuschießen muss: "Wenn man jedoch sieht, was damit geschaffen wurde, lässt sich das ohne weiteres rechtfertigen." Brötel wünschte sich, dass das Haus mit seinen 230 Quadratmetern Nutzfläche "ein Treffpunkt für die Jugend unserer Stadt" werden solle. Dabei gehe es nicht um bestimmte Gruppen, sondern um alle Kinder und Jugendlichen: "Es soll eine Anlaufstelle für diejenigen sein, die sich sonst auf der Straße treffen müssten, es soll ein Ort der Hilfe und Unterstützung bei den ganz alltäglichen Dingen des Lebens sein." Die kirchliche Weihe der neuen Räume nahmen Diakon Franz Ertl und Prädikant Neuer vor. Ertl ist als Kreisvorsitzender des Caritasverbandes gleichzeitig neuer Hausherr an der Bödigheimer Straße. Caritas-Geschäftsführer Meinrad Edinger erläuterte den Grundsatz der Sozialarbeit im "Kinder und Jugendzentrum Buchen" ("ein neuer Name für ein neues Haus"): Kinder und Jugendliche sollten hier ihre eigenen Werte, ihre eigene Würde und die Einmaligkeit der eigenen Person entdecken können. Die drei hauptamtlichen und zahlreichen nebenamtlichen Mitarbeiter betreuen bisher täglich in der Zeit von 13 bis 21 Uhr 50 bis 60 Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren. Für diese Arbeit, bei der unter anderem 30 Jugendliche in Ausbildung oder weiterführende Schulen vermittelt werden konnten, seien angemessene Räume dringend notwendig gewesen. Grußworte sprachen Landtagsabgeordneter Gerd Teßmer, der die Übergabe der Räume als einem wichtigen Schritt in Richtung Integration lobte, Kreis-Sozialdezernentin Susanne Heering, die das Jugendzentrum als "festen Anlaufpunkt für vielleicht die ganze Buchener Jugend" bezeichnete, und Manfred Seiler von "LaBuMoTa", der die sehr erfolgreiche Arbeit bei der Beratung arbeitsuchender Jugendlicher hervorhob. Im Schlusswort wies der Leiter des Jugendzentrums, Egon Kussmann, auf die bereits geleisteten 210 Arbeitsstunden der Jugendlichen hin und versprach, jetzt die Räume mit Leben zu erfüllen. Es gebe eine große Bandbreite der Angebote - der eine junge Besucher bekomme den Pythagoras erklärt, der andere schreibe eine Bewerbung oder lasse sich über Hilfe bei Handy-Schulden beraten - aber auch eine große Bandbreite der Kooperation. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihungsfeier von "Eigengewächsen" des ehemaligen TÜFF: Anna Vedernikov (Gesang), Anatoli Bishatjuk und Michael Remesch (Gitarre) trugen moderne Lieder vor. Anschließend konnten die Besucher der Einweihungsfeier die neuen Räume besichtigen. Fränkische Nachrichten - 18.11.2004

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