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70. Geburtstag: Bernhard Speck

Nächstenliebe ist für ihn nicht nur ein Wort


Impfingen. Irgendwie kann es Bernhard Speck selbst nicht fassen. 70 Jahre wird er heute. Wenn man ihn so anschaut, glaubt man es genauso wenig. Bernhard Speck ist jetzt also ein "Siebziger" - ein jugendlicher Jubilar, ein Mensch, der sich nie nur um mich selbst und seine Familie gekümmert hat. Das Wohl anderer liegt ihm auch heute noch am Herzen - leben sie auch noch so weit entfernt.

Schon früh lernte Bernhard Speck, am 17. Juni 1944 in Ettlingen geboren, Verantwortung zu übernehmen. Er war das zweitjüngste Kind einer großen Familie - zu seinen Geschwistern zählen noch vier Brüder. Seine drei Schwestern leben leider nicht mehr. Schon mit sechs Jahren musste er einen schweren Verlust verkraften - sein Vater starb. Der katholische Glaube gab ihm Halt.

Mit neun Jahren wurde er Ministrant und engagierte sich früh in der christlichen Jugendarbeit - vier Jahre lang leitete er die Jungschargruppe der KJG in Ettlingen. "Da war ich mit Leib und Seele dabei", erinnert er sich noch heute gerne an diese Zeit. Als Jugendlicher baute er auch in seiner Gemeinde die Arbeitsgemeinschaft der Christlichen Arbeiter Jugend (CAJ) auf und leitete sie. Zwar ließ er sich zum Heizungsmonteur ausbilden, doch seine soziale Ader setzte sich am Ende durch: Nach seinem Studium zum Sozialarbeiter wurde Speck im Januar 1975 hauptberuflicher Jugendreferent im "Haus der Jugend" in Mannheim.

Zuvor aber stellte das Leben auch privat seine Weichen: 1969, bei einer "sehr interessanten Schulung" in Gamburg, wie er schmunzelnd sagt, lernte er seine spätere Frau Franziska, eine waschechte Impfingerin, kennen. 1972 wurde in Mannheim geheiratet. 1980 verlegte das Paar seinen Lebensmittelpunkt nach Impfingen.

Hier arbeitete er als Jugendreferent für das Dekanat Lauda und Tauberbischofsheim bis Juni 1981. Danach war er bis zu seinem Ruhestand 2004 als KAB-Bezirkssekretär für die Region Odenwald-Tauber in Buchen tätig. In seinem neuen, regionalen Wirkungsbereich war er Mitbegründer von LaBuMoTa, dem Netzwerk für arbeitssuchende Jugendliche. Von 1998 bis 2014 war er dort ehrenamtlich im Vorstand tätig. Erst kürzlich erhielt er eine Urkunde mit dem Dank für "seinen Weitblick, sein unermüdliches Engagement, seine Diplomatie und sein besonderes mediatorisches Geschick".

Speck ist aber auch Mitglied bei der Kolpingsfamilie und war von 2006 bis 2011 Bezirksverbandsvorsitzender des KAB-Bezirks Main-Tauber. Es ist nicht übertrieben, ihn als "gute Seele" der KAB zu bezeichnen. Auch heute noch berät er den Vorstand in wichtigen Belangen und ist für die Seniorenarbeit zuständig. Für seine ehrenamtlichen Verdienste erhielt er 2012 die Münstermedaille des Erzbistums Freiburg. Zuhause bei Specks hat sie einen Ehrenplatz.

Das Ziel des KAB-Ortsverbandes Tauberbischofsheim - die Bewusstseinsbildung für weltweite Verbundenheit und solidarisches Handeln in allen Bereichen des Lebens - deckt sich mit seinen eigenen. Die "Kultur der Solidarität", sie liegt Bernhard Speck sehr am Herzen. Durch die KAB-Projekte in Peru und Rumänien ist Bernhard Speck, der übrigens auch etwas Spanisch spricht, international bekannt. In Lima etwa werden zwei Werkstätten unterstützt. Zweimal reiste er dazu nach Peru - einem Land, in dem sich die Einwohner auch selbst segnen. So etwas berührt den Menschenfreund besonders.

Zuhause in Impfingen ist er darüber hinaus Vorsitzender des Pfarrgemeinderates und organisiert zusammen mit seiner Frau, die einst die Impfinger Mutter-Kind-Gruppe gründete, das "Solidaritätscafé". Vor zehn Jahren, mit 60, trat Speck dann auch noch in den Gesangverein "Eintracht" ein. Sonntagmorgens lauscht er gerne klassischer Musik. Über zehn Jahre betreuten die Specks - selbst Eltern dreier Söhne - eine tamilische Familie. Sie ist zwar vor elf Jahren nach London ausgewandert, doch die beiden Töchter werden bei seiner Geburtstagsfeier dabei sein. Der Vater war einst Hindu, ist konvertiert und in einer Osternacht in der St. Martinskirche Tauberbischofsheim von Pfarrer Fritz Ullmer getauft worden. Sein Pate: Bernhard Speck.

Der Liebhaber russischer Literatur ("Ich lese aber nur im Winter") ist eher ein nachdenklicher Mensch. Er spielt gerne Gitarre und beschreibt sich selbst als "ein bisschen ernst", aber, fügt er schmunzelnd hinzu, "ich kann auch durchaus humorvoll sein. Im KAB-Büro in Buchen war ich der Aufmunterer", erinnert sich Bernhard Speck. Langweilig wird dem Jubilar, der übrigens auch Schriftführer der KAB, des Gemeinsamen Ausschusses der Seelsorgeeinheit Tauberbischofsheim und des kirchlichen Baufördervereins Impfingen ist, auch in seinem neuen Lebensjahrzehnt nicht werden - auch wenn er sich in manchen Bereichen etwas zurückziehen möchte: "Vom Lokomotivführer zum Unterstützer", wie er es nennt. Verstärkt will er sich andererseits aber noch mehr für ältere Menschen einsetzen. Und auch ganz junge Erdenbürger liegen ihm am Herzen - Bernhard und Franziska Speck haben mittlerweile neun Enkelkinder. Das jüngste kam erst im Februar auf die Welt. Entspannung findet er in seinem lauschigen Garten an der Tauber. "Wenn ich Unkraut jäte, kann ich am besten abschalten". Den Glückwünschen zum heutigen 70. Geburtstag schließen sich auch die Fränkischen Nachrichten gerne an. sk

Fränkische Nachrichten - 17.06.2014

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