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Bericht von der KAB Versammlung

LaBuMoTa als gutes Beispiel für erfolgreiche Arbeit genannt


Die Sitzung des Bezirksverbandsausschusses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Main-Tauber-Kreis war geprägt von dem Themenschwerpunkt "Werbung". "Wie mache ich die KAB bekannt?", lautete die konkrete Frage. Ein religiöser Impuls von Pastoralreferent Johannes Varelmann (Wertheim), dem Geistlichen Leiter des KAB-Bezirks, über "den rechten Umgang mit der Zeit" schuf einen ermutigenden Einstieg in die gut besuchte Versammlung im Ökumenischen Kirchenzentrum Wertheim Wartberg. Das gemeinsam gesungene Lied "Meine Zeit steht in deinen Händen" rundete die Gedanken Varelmanns ab. Nach den Begrüßungsworten der KAB-Bezirksvorsitzenden Dr. Ruth Hartmann (Tauberbischofsheim) wurde das Protokoll der letzten Sitzung besprochen und einstimmig angenommen. Ausgehend von einer "Wegbeschreibung für Arbeiterpastoral" stellte der Bezirksvorsitzende Bernhard Speck (Impfingen) in einem beeindruckenden Plädoyer drei Gesichtspunkte heraus, die das Wirken der KAB im Einsatz für die Armen und Schwachen in dieser Welt, für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft bestimmen müssten: Prophetisches, solidarisches und missionarisches Wirken. Prophetisches Wirken bedeutet: Die KAB klagt Ungerechtigkeiten an, zeigt auf, wo Missstände herrschen in der Arbeitswelt, in der Wirtschaftsordnung und in der Gesellschaftsordnung. Prophetisches Wirken der KAB macht Unrecht bewusst, versucht den Ohnmächtigen eine Stimme zu geben, den Arbeitslosen, den Armen in der sogenannten "Dritten Welt". Die KAB unterstützt die Arbeitnehmer in den Betrieben, ihre berechtigten Forderungen durchzusetzen. Es geht aber auch um Themen, wie "Sonntag muss Sonntag bleiben", es geht gegen Sonntagsarbeit, gegen eine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten. Als das größte Unrecht erfahren Arbeitsfähige und Arbeitswillige das Abschieben in die Arbeitslosigkeit, häufig verbunden mit einem sozialen Abstieg und mit Perspektivlosigkeit, eine Katastrophe für die gesamte Familie. Im Sinne der katholischen Soziallehre ist die KAB die Stimme der Arbeitnehmer in der Kirche. Das Ziel heißt: "Der Mensch hat Vorrang vor dem Kapital." Solidarisches Wirken der KAB bedeutet: Partei ergreifen, selbst etwas tun gegen soziale Ungerechtigkeit, etwa bei Betriebsschließungen oder bei Entlassungen. Als gutes Beispiel nannte Speck Labumota, eine sehr erfolgreiche Initiative der KAB gegen Jugendarbeitslosigkeit. Ein weiteres sehr gutes Beispiel für praktizierte Solidarität der KAB im Sinne des Evangeliums sind die zahlreichen Aktionen des von Diakon Manfred Nenno (Külsheim) geführten gemeinnützigen Vereins "Hilfe die ankommt und Mut macht", eine segensreiche Einrichtung, die unter anderem arme, verwaiste, geistig und körperlich behinderte Kinder in Rumänien unterstützt. Auch in Peru fördert die KAB seit Jahren mehrere Projekte von Arbeitnehmerorganisationen und Bewegungen im Kampf gegen die Armut. Missionarisches Wirken bedeutet: Mitarbeiter gewinnen für die Inhalte des Evangeliums, für Jesus, für die Kirche, Menschen begeistern als Weggefährten innerhalb der KAB für eine christliche Kultur und Solidarität. Bernhard Speck verwies in diesem Zusammenhang auf die biblischen Bilder von der Wirksamkeit von Salz und Sauerteig, die Gärungs- und Veränderungsprozesse in Gang setzen. Menschen in der KAB, die Verantwortung für sich selbst übernehmen, stehen dem Schicksal anderer nicht gleichgültig gegenüber, sondern setzen sich gegen soziale Missstände und Armut ein. Auch wenn der Einfluss der KAB als einer kleinen Organisation relativ gering sei, so Speck, auch wenn die Anliegen der KAB oft nicht ins Bewusstsein der Öffentlichkeit drängen, sollte man trotzdem die Stimme erheben und die Position sowie die Aktionen der KAB deutlich machen. Besonders in der Arbeit vor Ort, in den persönlichen Begegnungen liege die Chance, andere als Mitarbeiter und Mitglieder der KAB zu gewinnen. Visuell unterstützt durch einen Tageslichtprojektor stellte anschließend Manfred Nenno die Werbekampagne des KAB-Bundesverbandes vor. Der Strukturplan dieser Initiative sieht folgende Schritte vor: Situationsanalyse, Klärung von Zielsetzung und Erwartung, Gründung eines Werbeteams, Planung und Aufgabenverteilung, Motivation und Qualifizierung der Teilnehmer, Durchführung sowie Auswertung der Aktion.
Fränkische Nachrichten - 10.11.2006

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