Lauda    
Buchen    
Mosbach    
Tauberbischofsheim    
Osterburken    
Walldürn    

Neu    
Presseberichte    

Links    
Gästebuch    




initiiert und begleitet von den Kath. Dekanatsjugendreferenten, der KAB im Bezirk und der Kath. Regionalkonferenz
| impressum | feedback | home |  

Von Vielfalt beeindruckt

Vortragsabend: KAB und Kolping-Bezirk Tauberbischofsheim trafen sich


Tauberbischofsheim. Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) veranstaltet jährlich, im Rahmen der "Sozialen Woche", einen Vortragsabend zusammen mit dem Kolping- Bezirk Tauberbischofsheim. So fanden sich kürzlich interessierte Personen beider Verbände im Winfriedheim ein, um ihre Projekte zum Thema "Arbeitslosigkeit heute - was tun wir, um sie zu lindern!" vorzustellen.

Zunächst berichtete Dieter Abendschein, der Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerkes, über 40 Jahre Bildungsarbeit dieser Organisation. Auszubildende, die ihr Ausbildungsziel alleine nicht erreichen können, erhalten z.B. Unterstützung beim Aufarbeiten des Schulstoffes. Die Angebote heißen: "ausbildungsbegleitende Hilfen" (abH) und" begleitende Hilfen während der Ausbildung an der Berufsschule" (BHB). Bei der "kooperativen Ausbildung" tritt das Kolping-Bildungswerk als Ausbilder auf und ist für den ordnungsgemäßen Ablauf der Ausbildung verantwortlich. Finanziert werden diese Angebote von der Agentur für Arbeit und vom Europäischen Sozialfond.

Die Weiterbildungsangebote reichen von Alphabetisierungslehrgänge bis zur Qualifizierung für Führungsaufgaben. Wiedereinsteiger in den Beruf finden Unterstützung in der Bewerbungswerkstatt und in Couchingseminaren. Exemplarisch für die Jugendsozialarbeit an Schulen stellte Dieter Abendschein das Projekt "Jugendberufshilfe" vor. Gefördert durch den Europäischen Sozialfond, den Landkreis und das Land Baden-Württemberg bekommen junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf Unterstützung. Die anwesenden Personen zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der dargestellten Angebote des Kolping-Bildungswerkes.

Im zweiten Abschnitt der Kolping/KAB-Veranstaltung stellte Manfred Seiler das Netzwerk für Arbeit suchende Jugendliche "LaBuMoTa" vor. In seiner Präsentation stellte er die derzeitigen Schwerpunkte und die Vernetzungsstrukturen des gemeinnützigen Vereins vor, der sich vor nunmehr 16 Jahren zum Ziel gesetzt hat, Jugendliche in der Phase des Übergangs von der Schule in den Beruf zu unterstützen, sie in der Entwicklung ihrer Ausbildungsreife zu fördern und bei ihrer Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zu begleiten.

Im Gegensatz zu Kolping, deren breite Palette an Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten zuvor vorgestellt wurden, beschränkt sich das Angebot von LaBuMoTa auf Unterstützungshilfen. In erster Linie betreibt sie das Netzwerk mit den Jugendhäusern und Schulen der Region, mit Jugendagenturen, mit der Arbeitsagentur und zahlreichen Organisationen und Einrichtungen, die ebenfalls Hilfe und Unterstützung für Jugendliche anbieten.

Wie Manfred Seiler betonte, gehören dazu auch Kolping und Caritas. Mit den Netzwerkmitarbeiterinnen und Mitarbeiter trifft man sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch, zur aktuellen Information über die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt oder zur gezielten Information über Schul- und Ausbildungsprobleme. Ein zweites wichtiges Standbein, welches Manfred Seiler vorstellte, ist die Durchführung von Seminaren und das Training sozialer und beruflicher Kompetenzen mit Schülerinnen und Schülern der achten Klasse in den Werkrealschulen. Diese Seminare werden von qualifizierten Diplompädagogen durchgeführt und zielen darauf ab, Schülern in erlebnispädagogischer Form Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Selbstverantwortung und Belastungsfähigkeit zu vermitteln bzw. zu steigern. Diese Teamworktage stärken zudem das Selbstbewusstsein der Werkrealschüler und helfen mit, die für das Berufsleben notwendige Ausbildungsreife zu entwickeln. Je nach Seminarform werden auch Bewerbungstraining und Couching für die anstehenden Vorstellungsgespräche angeboten. Zur Finanzierung dieser Angebote tragen neben den Spenden und Beiträgen der Vereinsmitglieder auch die Zuschüsse des Vereins Jugendhilfe Mosbach bei.

Schließlich werden in Jugendhäusern Bewerbungsläden betrieben, in denen die im LaBuMoTa-Netzwerk angeschlossenen Jugendhausmitarbeiter oder auch ehrenamtlich tätige Mitarbeiter den Jugendlichen beim Fertigen ihrer schriftlichen Bewerbung zur Verfügung stehen. Es stehen versierte Helfer für Gespräche zu den Themen Bewerbung und Berufswahl, zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und/oder Einstellungstests, oder auch nur zur Verarbeitung von Absagen und Bewerbungen zur Verfügung.

In die Präsentation eingebaute Fotos gaben einen guten Einblick in die in letzter Zeit durchgeführten Maßnahmen. Ausgelöst durch die anschauliche Darstellung entwickelte sich eine sehr angeregte Gesprächsrunde zu den Themen Schulabschluss, Kriterien bei der Bewerberauswahl, Chancen der heutigen Schulabgänger für Ausbildungsplätze oder einfach auch nur: "Welche Anforderungen stellen Betriebe heute an eine schriftliche Bewerbung"? Nahezu alle Fragen konnten durch den Erfahrungsschatz der Anwesenden erschöpfend beantwortet werden.

Fränkische Nachrichten, 12.12.2014

   © 2002 by LaBuMoTa e.V. •  labumota@hotmail.com