Lauda    
Buchen    
Mosbach    
Tauberbischofsheim    
Osterburken    
Walldürn    

Neu    
Presseberichte    

Links    
Gästebuch    




initiiert und begleitet von den Kath. Dekanatsjugendreferenten, der KAB im Bezirk und der Kath. Regionalkonferenz
| impressum | feedback | home |  

Bewerbungs- und Vorstellungstraining

Im Rahmen der Mädchen-Werkstatt im Main-Tauber-Kreis


Nach den bereits abgeschlossenen Themenblöcken: Workshop "Männerbilder/Frauenbilder", "Wendo-Kurs", "EDV-Basiskurs" und einer "Erlebnispädagogischen Maßnahme im Hochseil-Klettergarten Todtmoos/Schwarzwald" haben die Teilnehmerinnen der Mädchenwerkstatt nun auch den Abschnitt Bewerbungs- und Vorstellungstraining abgeschlossen. Die "Mädchen-Werkstatt" wird vom Sportjugendförderverein Main-Tauber nun bereits zum dritten Mal durchgeführt. In Kooperation mit der Schulsozialarbeit Lauda-Königshofen und Tauberbischofsheim, der Diplom-Sozialpädagogin Uschi Steffan sowie Manfred Seiler von LaBuMoTa erreichte das vom Sozialministerium Baden-Württemberg und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekt zur Vermittlung von Schlüsselkompetenzen von Mädchen der 7. und 8. Klassen der Hauptschulen Lauda-Königshofen und Tauberbischofsheim hinsichtlich ihrer späteren beruflichen Entwicklung einen weiteren Höhepunkt. Unter Anleitung von Manfred Seiler von LaBuMoTa (ein Projekt der KAB und den Dekanaten Lauda, Buchen, Mosbach und Tauberbischofsheim) hatten die Schülerinnen Gelegenheit die in ihnen schlummernden Interessen und Fähigkeiten für ihren (späteren) Wunschberuf zu entdecken und auszuloten. Dabei galt es, den Sinn und Zweck von Arbeit und Beruf zu erkennen, das Ergebnis in Form eigener Erwartungen an den Wunschberuf zu definieren und die wichtigsten Berufsmerkmale in einem Persönlichkeits- und Berufspass zu protokollieren. Diese Selbsteinschätzung und Bewertung der für die Berufswahl relevanten Interessen und Fähigkeiten kann jede Teilnehmerin jetzt für sich fortschreiben und mit vertrauten Personen (Familienangehörige, Lehrer, Schulsozialarbeiter, Berufsberater) weiter entwickeln und vertiefen. Unter Nutzung der vom Arbeitsamt bereitgestellten vielfältigen Medien (Internet, Videothek, berufskundliche Kurzbeschreibungen, ausführliche Berufs-Dokumentationen) erfuhren die Schülerinnen viele Details über ihre Wunschberufe, die sich in folgerichtiger Auswertung ihres Persönlichkeitspasses ergeben. Zu diesem Themenblock: "Vorbereitung auf die Berufswelt und Übergang von Schule zum Beruf" gehörte selbstverständlich auch ein Bewerbungstraining mit Tipps zum Erstellen von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf. Am Computer im EDV-Schulungsraum der Gesellschaft für berufliche Bildung (GfB - jede am einzelnen PC-Arbeitsplatz - ging es dann richtig praktisch zur Sache. Die Teilnehmerinnen konnten nun die im EDV-Basiskurs erworbenen Kenntnisse in der Textverarbeitung in die Tat umsetzen. Vom fachkundigen und kompetenten Referenten erfuhren die Teilnehmerinnen worauf es bei einer erfolgreichen Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ankommt und wie man sich von der großen Masse der langweiligen und stereotypen Standardbewerbungen abhebt. So wurde den übenden Mädels auch bewusst, wie man mit einer optisch ansprechenden Gestaltung und geschickten Formatierung von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf aber auch entsprechender Kleidung und Frisur auf dem Bewerbungsfoto Eindruck macht. Schließlich konnte jede Teilnehmerin am PC nicht nur inhaltlich korrekte, sondern auch optisch gefällige Dokumente für die eigene Bewerbung fertigen und auf Diskette mit nach Hause nehmen. Die so gefertigte Bewerbung wurde nun zur Basis für das Vorstellungsgespräch, das von den Teilnehmerinnen unter teilweise großem "Lampenfieber" absolviert wurde. Auch wenn dieser Abschnitt nicht in voller Härte eines echten Vorstellungsgesprächs, sondern spielerisch aber mit Video-Aufzeichnung vollzogen wurde, lernten die Mädchen schnell und einprägsam wie man als Bewerberin beeindrucken, überzeugen und gewinnen kann. Im begleitenden Vorstellungstraining erkannten die Schülerinnen bald, worauf es dabei ankommt und wie man bei seinem Gegenüber - Personalchef(in) oder Handwerksmeister(in) - Sympathien gewinnen oder auch verspielen kann. Und beim Rollenspiel und der sich daran anschließenden Video-Auswertung erkannten die Mädchen auch die Bedeutung von Körperhaltung, richtiger Kleidung geschickter Argumentation und wie wichtig es ist, sich auf ein Vorstellungsgespräch vorzubereiten und evtl. einen eigenen Sprechzettel oder Fragenkatalog zu erarbeiten und bei der Vorstellung dabei zu haben. Die Mädchen der Mädchenwerkstatt haben so am eigenen Leib gespürt: "ein Vorstellungsgespräch ist Schwerstarbeit"! Aber sie haben auch gelernt, wie man sich diese Aufgabe erleichtern kann. Insbesondere wissen die Teilnehmerinnen aus eigenem Erleben, auf welche Situation man sich einstellen muss, welche Fragen gestellt werden können und wie man geschickt auf unangenehme Fragen eingeht. Zum Abschluss dieses Themenblocks erhielt jede Teilnehmerin die Broschüre von Hesse/Schrader: "Das perfekte Vorstellungsgespräch - Professionell vorbereiten und überzeugen" mit zahlreichen Beispielen und Tipps für richtige Vorbereitung, sympathische Darstellung und überzeugende Argumentation der auf diesem Gebiet sehr erfolgreichen Autoren. Mit der so gewonnen Fülle an Informationen und eigenen Erkenntnissen ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Mit den speziell für diesen Personenkreis von Manfred Seiler strukturierten Auswertungshilfen liegt es jetzt an den einzelnen Teilnehmerinnen, die Erkenntnisse in den Fragenkatalog: "Berufserkundung" zu übernehmen, um bei der noch folgenden praktischen Berufserkundung nicht nur Zuschauer zu sein, sondern selbst durch gezielte Fragen an die Berufstätigen die zur Berufsentscheidung fehlenden Antworten zu finden. Neben der Vermittlung von Kompetenzen und Erfahrungen im Hinblick auf mehr Sicherheit bei der nun anstehenden Entscheidung über die Berufswahl ist es Ziel der Mädchenwerkstatt, die Schülerinnen auch zu gewerblich-technischen und naturwissenschaftlich-technischen Berufen zu ermutigen. So wurden die Teilnehmerinnen bewusst angehalten, sich auch mit für Frauen untypischen "Männerberufen" auseinander zu setzen und ihr handwerkliches und technisches Interesse für derartige Berufe zu erkennen und weiter zu entwickeln.
Fränkische Nachrichten - 10.07.2004

   © 2002 by LaBuMoTa e.V. •  labumota@hotmail.com