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Freie Fahrt in den Beruf dank rechtzeitiger Berufswahl

Die richtige Vorbereitung ist wichtig - Schüler übten mit Rollenspielen


Nach den bereits abgeschlossenen Themenblöcken: Erlebnispädagogik, Berufserkundung und Bewerbungstraining ging es beim Sportjugendförderverein Main-Tauber nun um das Projekt "Freie Fahrt in den Beruf dank rechtzeitiger Berufswahl". Dabei zeigten Schüler der Freudenberger Lindtalschule in realitätsnahen Rollenspielen, wie man im Vorstellungsgespräch auftritt und mit den richtigen Antworten den Ausbildungsbetrieb von der Eignung für den gewünschten Ausbildungsplatz überzeugen kann.

Wie es im Pressebericht der Verantwortlichen weiter heißt, wurden alle Rollenspiele mittels Video aufgenommen, damit der Gesamteindruck (Auftreten, Körpersprache, Argumentationsweise) ausgewertet und den Schülern eindrucksvoll wiedergegeben werden konnte. Erfahrene Personalmanager übernahmen den Part der Betriebe, für die von den Teilnehmern zuvor ansprechende Bewerbungsmappen gefertigt worden waren. So erlebten die Neuntklässler eine spannungsgeladene Atmosphäre - ganz wie bei einem echten Vorstellungsgespräch.

Das Projekt wird vom Sportjugendförderverein Main-Tauber bereits zum siebten Mal organisiert. In Kooperation mit der Schulsozialarbeit Lauda-Königshofen und Tauberbischofsheim, dem Diplom-Pädagogen Andreas Blum sowie Manfred Seiler vom Verein "LaBuMoTa" (Regionalen Netzwerk für Arbeit suchende Jugendliche) hat das vom Europäischen Sozialfonds (ESF), dem Sozialministerium Baden-Württemberg und vom Sportjugendförderverein geförderte Projekt zur Vermittlung von Schlüsselkompetenzen für Acht- und Neuntklässler an Haupt- und Realschulen im Main-Tauber-Kreis hinsichtlich des Übergangs von der Schule in das Berufsleben mittlerweile einen hohen Stellenwert erreicht.

Im praktischen Teil hatten die Schüler unter Anleitung von Manfred Seiler Gelegenheit, die in ihnen schlummernden Interessen und Fähigkeiten für ihren Wunschberuf zu entdecken und auszuloten. Dabei galt es, den Sinn und Zweck von Arbeit und Beruf zu erkennen (Selbsteinschätzung), das Ergebnis in Form eigener Erwartungen an den Wunschberuf zu definieren und die wichtigsten Berufsmerkmale in einem Berufserkundungsbogen zu protokollieren.

Auf der Basis dieser ersten Erkenntnisse hinsichtlich des Wunschberufs folgte die praktische Berufserkundung exemplarisch für die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe bei der Firma Ziemann & Bauer. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Lieferant von Produktionsanlagen für Brauereien.

Personalreferentin F. Zink und Ausbildungsleiter H. Breitenbach boten der Projektgruppe in einer ausgewogenen Mischung aus Arbeits- und Ausbildungsplatzbesichtigung, Vorstellung von Produktpalette und Produktionsabläufen sowie ausführlicher Gesprächs- und Fragerunde einen für den Berufseinstieg eindrucksvollen Nachmittag. Sachkundig und sehr überzeugend beantworteten sie die Fragen der Teilnehmer. So hörten die Schüler aus berufenem Mund, wann man seine Unterlagen abgeben muss, worauf man bei einer erfolgreichen Bewerbung Wert legen sollte und welche Fehler man sich nicht leisten darf, wenn man zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden will.

Weiter erfuhren die Jugendlichen, wie man mit einer optisch ansprechenden Gestaltung und geschickten Formatierung von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf seine Stärken und Eignung für den gewünschten Ausbildungsberuf am besten "vermarktet". Dabei erklärte Manfred Seiler an zahlreichen Beispielen, wie wichtig es ist, auch auf scheinbar kleine Details zu achten.

Den Abschluss dieses Themenblocks bildete das Training von Vorstellungsgesprächen auf der Basis der selbst erarbeiteten Bewerbungen. In den wirklichkeitsnah simulierten Rollenspielen ging es darum, durch korrektes Auftreten, überzeugende Argumentation und Sympathie gewinnendes Verhalten die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die Schüler erkannten, wie hilfreich eine gründliche Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch ist.

Fränkische Nachrichten - 06.11.2009

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