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Das Jugendzentrum ist mit Leben&Inhalt gefüllt

Gudrun Görsdorf berichtete über Leistungen des Jugendzentrums

Im Projekt "Integration jugendlicher Spätaussiedler" wurde in den vergangenen vier Jahren viel geleistet und erreicht. Das wurde bei der Vorstellung der Arbeit des Jugendzentrums Osterburken im Rahmen der Gemeinderatssitzung in Osterburken deutlich. Diplomsozialpädagogin Gudrun Görsdorf bedankte sich zunächst bei Gemeinderat und Bürgermeister für die Unterstützung in den vier Jahren. Ansporn für neue, noch anspruchsvollere Wege sei die Anerkennung durch Bundespräsident Johannes Rau im August 2002 gewesen. Dieser Zeitpunkt sei auch in ihrer Arbeit ein Punkt gewesen, an dem neue Wege in der Jugendarbeit beschritten werden mussten. Die Jugendlichen, die von 1999 bis 2002 zum Jugendzentrum kamen, seien nun in einem Alter, in dem der Weg in das berufliche Leben geebnet und die Familienplanung beschlossen sei. Die Jugendlichen nahmen Abschied vom aktiven Tun im Jugendhaus. "Sie kommen aber heute noch vorbei, besprechen Probleme oder berichten einfach nur über ihr tägliches Leben", freute sich Gudrun Görsdorf. Die Arbeit habe ein Stück Vertrauen und ein Gefühl der Zugehörigkeit hinterlassen. Nun heiße es, den Blick nach vorn zu richten. Man habe begonnen die Interessen, Vorstellungen und Wünsche der "neuen" Jugendlichen zu erfahren, um erfolgreich weiterzuarbeiten. Die Zahl der Schulabgänger ohne Ausbildungsverhältnis habe sich in letzter Zeit erhöht. Auch die Gefahr des Drogenkonsums, Aggression und Gewaltbereitschaft seien gestiegen. Deshalb wurde ein neues Projekt "Persönlichkeitsstärkung bei jugendlichen Spätaussiedlern und besonderer Integrationsschwierigkeiten" erarbeitet, um diesen Jugendlichen spezielle Hilfe und Unterstützung anzubieten. Ziele der Arbeit sei es, die Anzahl der Schulabbrüche bei jugendlichen Spätaussiedlern zu verringern, die Zahl der Ausbildungsverhältnisse nach Schulabschluss zu steigern, vor allem bei Mädchen, und die Sucht- und Drogenprobleme zu vermindern. Diese Inhalte weichen nicht von den Gesamtaufgaben der Arbeit des Jugendzentrums ab, so die Sozialpädagogin, sondern erfordern bei Jugendlichen, die nicht von sich aus Hilfe holen, dass man sie erkenne und in gemeinsamer Arbeit mit den Jugendlichen, der Schule und dem Elternhaus Hilfepläne erstelle. Etwa 200 Kinder besuchen wöchentlich das Jugendhaus. 20 bis 25 Schüler kommen täglich in den Pausen beziehungsweise nach Unterrichtsschluss. Wenn sie persönliche oder schulische Probleme haben, können dann schon viele Fragen geklärt werden. Den offenen Jugendtreff besucht der restliche Teil, Neunjährige kommen ebenso wie 20-Jährige. Als einen besonderen Erfolg der über vier Jahre durchgeführten intensiven Mädchenarbeit wertete Gudrun Görsdorf den hohen Anteil der weiblichen Besucher von mindestens 40 Prozent. Im Vergleich zu anderen Jugendhäusern sei das recht hoch. Die Zusammensetzung der Kinder und Jugendlichen zeige auch, dass man eine steigende Tendenz der ortsansässigen Teilnehmer zu verzeichnen habe. Waren noch vor zwei Jahren speziell Kinder und Jugendliche der Grund- und Hauptschule im Jugendhaus, so kommen heute fast 40 Prozent aus der Realschule. "Das sei eine gute Mischung". Als Inhalt der Arbeit im Jugendzentrum nannte Gudrun Görsdorf, Hilfe und Unterstützung bei schulischen, sozialen und persönlichen Problemen, Unterstützung bei der Suche nach weiterführenden Bildungseinrichtungen, Beratung bei Berufsfindung und so weiter, Präventionsarbeit Gewalt, Sucht und Drogen, Mädchenarbeit, Zusammenarbeit mit Einrichtungen, Ämtern und Behörden aber auch Öffentlichkeitsarbeit und Freizeitbeschäftigung. Dazu zähle auch die Arbeit mit Computern, doch hier stehe man erst am Anfang. Eine wichtige Rolle in der Arbeit spiele das Lernen. Schulabbrüche sollen verhindert und ein guter Übergang nach dem Schulabschluss in weiterführende Schulen oder in Berufsausbildungen erreicht werden, betonte Gudrun Görsdorf. Um so früh wie möglich mit dieser Arbeit zu beginnen, habe sie 2001 bis 2002 eine Hausaufgabenhilfe für die Grundschüler der Klassen zwei bis vier im Jugendzentrum angeboten. 16 Kinder seien gekommen. Um dies weiter intensiv betreiben zu können, habe sie gemeinsam mit der Schule und der Stadtverwaltung erreicht, dass für diese Hausaufgabenhilfe Mittel zur Verfügung gestellt wurden. "Jetzt, nach langem Warten, hat die Hausaufgabenhilfe mit einer ehemaligen Lehrerin begonnen", freut sich die Sozialpädagogin. Für die Hauptschüler biete sie nach wie vor Hausaufgabenhilfe an, die auch stark in Anspruch genommen werde. Das gehe bis zur Hilfe und Unterstützung bei Projekten und Prüfungsvorbereitungen. Das Jugendzentrum arbeitet auch weiterhin sehr intensiv mit dem "Equal-Projekt" zusammen, mit dem junge Migranten außerschulisch gefördert werden. Die Berufsfindung der Jugendlichen wird unterstützt, indem Betriebe aus der Region den Jugendlichen die Berufe anschaulich näher bringen. Es können Betriebe besucht, Praktikumsplätze wie auch Ausbildungsplätze vermittelt werden. Rund 180 Bewerbungen mit Lebensläufen wurden gemeinsam auf den Weg gebracht. In Rollenspielen wurden Bewerbungsgespräche trainiert. Für den 24. Oktober hat das Jugendzentrum mit Rektor Hans Müller, für die Abgängerklassen ein Planspiel anberaumt, bei dem Arbeitsamt, Vertreter von LaBuMoTa und Lehrer mitwirken werden. Weitere Aufgaben des Jugendzentrums sind es, die Persönlichkeit der Jugendlichen zu fördern. Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit mit Ämtern, Behörden und mit der Kriminalpolizei Mosbach. Bei dieser Präventionsarbeit gehe es um Gewalt, Sucht und Drogen. "Das Jugendzentrum Osterburken ist mit viel Leben und Inhalt gefüllt", stellte die Sozialpädagogin stolz fest. Es gebe auch viel Sport und Spiel. Abschließend berichtete Gudrun Görsdorf, dass seit August Karin Olliges-Heidl, Erzieherin und Heilpädagogin, für acht bis zehn Stunden in der Woche am Jugendzentrum mitarbeitet. Finanziert wird das von der Caritas. Bürgermeister Roland Burger und der Gemeinderat würdigten die Arbeit des Jugendzentrums und dankten Gudrun Görsdorf. kh Fränkische Nachrichten - 06.10.2003

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