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Katholische Arbeitnehmer-Bewegung verabschiedete ihren Bezirkssekretär Bernhard Speck

Tauberbischofsheim. "Er war mehr als ein Glücksfall für die Region", sagte Dekan Werner Florian (Tauberbischofsheim) bei der Verabschiedung eines Mannes in den Ruhestand, dessen Name untrennbar mit einer Organisation verbunden ist, die er mit großem persönlichen Engagement und mit Überzeugungskraft als Denker und Lenker sowie als Zugpferd geführt und geprägt hat. Die Rede ist von Bernhard Speck (Impfingen/Buchen) und der KAB, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung. Die sehr zahlreich erschienen Mitglieder des KAB-Ortsverbandes Tauberbischofsheim (TBB), die zur Verabschiedung ihres Bezirkssekretärs Bernhard Speck sowie zur Ehrung verdienter Mitglieder ins Gemeindehaus St. Bonifatius gekommen waren, erlebten in der familiären Atmosphäre von Gleichgesinnten einen unterhaltsamen, heiteren und harmonischen Abend. Nach der Begrüßung durch Ursula Buck (Tauberbischofsheim), der Vorsitzenden des KAB-Ortsverbandes, leitete ein von Manfred Bystricky (Dittwar) auf der Gitarre gespieltes Musikstück zunächst zu den Ehrungen über. Für 15-jährige Treue zur KAB wurden geehrt und mit einer Urkunde ausgezeichnet: Günther Berberich (Grünsfeld), Willi Burger (Tauberbischofsheim), Werner Fleuchhaus (Gerlachsheim), Erich Geiger (Tauberbischofsheim), Emil Hönninger (Dittigheim), Roswitha Lierenfeld (Tauberbischofsheim), Sepp Stöger (Königshofen) und Rita Wiehl (Wittighausen) Von der Treue ihrer Mitglieder hänge viel ab für die KAB, sagte Bernhard Speck bei der Würdigung der Geehrten. Auch wenn der Einzelne sein ehrenamtliches Engagement für den Verband oft nur eingeschränkt wahrnehmen könne, blieben doch die grundsätzliche Entscheidung für die gute Sache und die Treue zur KAB auch bei Durststrecken. Dafür sei er dankbar. Nicht alles, was die KAB mache, sei goldrichtig, aber vieles sei gut, fuhr er fort. Bei aller Begrenzheit gebe es zahlreiche Felder, auf denen sich die KAB einsetze, um ein Zeichen der Solidarität zu setzen für Arbeitnehmer, für Benachteiligte, für Arme und Schwache in Deutschland und in anderen Ländern. 15 Jahre Mitarbeit in der KAB seien nicht umsonst gewesen, denn es sei besser ein kleines Licht anzuzünden als über die Dunkelheit in der Welt zu jammern, sagte Bernhard Speck, als er den Geehrten im Namen des Ortsverbandes ein Buchpräsent überreichte. "Ein Mensch steht zu seinem Wort." Mit diesem Satz griff KAB-Präses, Dekan Werner Florian, den Gedanken der Treue wieder auf, als er bei der Überreichung der Ehrenurkunden die tiefere Bedeutung eines solchen Dokuments ansprach. Dies sei gelebtes Christsein in der KAB-Familie: 15 Jahre lang die Arbeit mittragen und im Einsatz für andere Zeugnis geben für Jesus Christus. Ende Juli trat KAB-Bezirkssekretär Bernhard Speck in den Ruhestand. In einer sehr persönlich gehaltenen Laudatio schilderte Ursula Buck seinen Berufsweg und würdigte seine Arbeit für den Ortsverband Tauberbischofsheim. 1981 habe Bernhard Speck die verwaiste Stelle des KAB-Sekretärs im Main-Tauber-Kreis übernommen. Die monatliche Bildungsarbeit, gemeinsame Seminartage von KAB und DGB, Schulungen der Personal- und Betriebsräte sowie der Mitarbeitervertretung kirchlicher Angestellter seien Schwerpunkte seiner Tätigkeit gewesen. Als eine seiner besonderen Stärken bezeichnete Vorsitzende Buck die Familienarbeit. Familienwochenende und -freizeiten habe Speck mit viel Elan und großem persönlichen Einsatz geplant und durchgeführt. Für ihre Aktionen habe die Ortsgruppe stets neue Impulse und Ideen von ihm erhalten. Nicht vergessen dürfe man das von Bernhard Speck mit ins Leben gerufene Projekt gegen Jugendarbeitslosigkeit Labumota. Als sie vor zehn Jahren die beliebten Frauenseminartage in Tauberbischofsheim ins Leben rief, sei sie nicht nur auf ein offenes Ohr, sondern auch auf seine tatkräftige Unterstützung gestoßen, erklärte die Rednerin. Die Mitglieder, so fuhr sie fort, die Bernhard Speck nicht nur als aktiven und pflichtbewussten KAB-Verantwortlichen, sondern auch als gütigen und humorvollen Menschen erlebt hätten, schätzten ihn besonders auch wegen seiner großen Religiosität. Als gläubiger Christ habe er sich unbeirrbar und überzeugend für die Katholische Soziallehre eingesetzt, betonte U. Buck. Mit den besten Wünschen für die kommenden Jahre schenkte der Tauberbischofsheimer Ortsverband Bernhard Speck eine schöne Ruhestands-Bank. Ein Stück dieser Bank gehöre allerdings auch seiner Frau Franziska, die ihn in den zurückliegenden Jahren oft habe entbehren müssen, sagte Ursula Buck, als sie ihr ein Blumenpräsent überreichte. Mit großem Wissen, mit seiner Menschlichkeit und seinem Gutsein habe Bernhard Speck seine schwierige Aufgabe bewältigt, sagte anschließend Dekan Werner Florian. Im Bewusstsein, Leben und Arbeit aus der Hand Gottes zu gestalten, habe Speck im Geiste Christi gewirkt. "Du, ich brauche dich für die Arbeiterbewegung!" Diesem Ruf folgend, habe er versucht, die Frohe Botschaft in die Welt zu bringen. Bernhard Speck habe das Gespür und den Mut gehabt, den Menschen nicht nur Materielles, sondern auch Werte der christlichen Soziallehre zu verkünden und deutlich zu benennen, was die Würde des Menschen ausmacht. Ohne Wenn und Aber habe er sich für andere eingesetzt. Dies sei nur möglich gewesen, weil er sich selbst in seiner Menschlichkeit gesehen habe, mit Stärken und Schwächen. Auch Dekan Werner Florian schloss Ehefrau Franziska in seine Anerkennung für die große Leistung von Bernhard Speck mit ein. Geistlicher Rat, Dr. Martin Ritter (Gerlachsheim), unterstrich in seinem Grußwort die 15-jährige Zusammenarbeit mit Speck, verbunden mit dem Aufbau einer KAB-Gruppe in Gerlachsheim, die sich durch viele interessante Vortrags- und Gesprächsabende einen Namen gemacht habe. Für den Ruhestand wünschte er ihm Gottes Segen. Hans-Jürgen Bundschuh (Hochhausen), der stellvertretende Bezirksvorsitzende der Kolpingsfamilie, erinnerte in seinem Grußwort an die zahlreichen gemeinsamen Aktionen von KAB und Kolping und dankte für das langjährige Engagement zum Wohle einer gedeihlichen Zusammenarbeit. Wie seine Vorredner überreichte Bundschuh ein Präsent und wünschte vor allem Gesundheit, Muße und Spaß im Ruhestand. Eine von einem KAB-Mitglied verfasste und gesungene "Moritat", die in humorigen Versen über "Bemerkens- und Liebenswertes" aus Leben und Arbeit von Bernhard Speck berichtete, brachte eine besonders heitere Note in die Feier. Ebenso wie ein auf die Verabschiedung umgetexteter Liedvortrag von M. Bystricky. Sichtlich gerührt freute sich Bernhard Speck über die von Wertschätzung, Herzlichkeit und Freundschaft getragene kleine Abschiedsfeier. "Es war und ist wunderbar, von euch mitgetragen zu sein", sagte er in einer kurzen Erwiderung. Die Ruhebank lade ein, auch künftig freundschaftlich zusammen und verbunden zu bleiben. "Wir werden auch in Zukunft den Mund auftun für eine Globalisierung der Solidarität und Menschlichkeit und gegen eine Globalisierung des Marktes und der Geldströme", so Bernhard Speck, als er abschließend seine Bereitschaft erklärte, auch weiterhin - allerdings ehrenamtlich - in der KAB mitzuarbeiten Fränkische Nachrichten - 04.08.2004

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