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Die "Mädchenwerkstatt" hilft weiter - Abschlußbericht 2004

Verschiedene Themenblöcke angeboten / Fachkenntnisse vermittelt


Bereits zum dritten Mal führte der Sportjugendförderverein Main-Tauber in Kooperation mit der Schulsozialarbeit Lauda-Königshofen und Tauberbischofsheim, H. Seiler von LaBuMoTa sowie Dipl.-Sozial Pädagogin Uschi Steffan die "Mädchenwerkstatt" durch. Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Bewilligt wurde dieses Projekt direkt vom Sozialministerium Baden Württemberg. Inhalt des Projekts waren folgende Themenblöcke: WenDo-Kurs, EDV-Basiskurs, Männerbilder/Frauenbilder/Rollentausch, Erlebnispädagogische Maßnahme, Selbstverteidigung, Berufswahl, Bewerbungs- und Vorstellungstraining sowie ein Internet-Kurs. Insgesamt ist das Projekt "Mädchen-Werkstatt" bei den teilnehmenden Schülerinnen mit großer Begeisterung angenommen worden und hat auch nach Einschätzung der Organisatoren durchweg "seine Spuren" bei den Mädchen hinterlassen. Indem das Projekt eine reine "Mädchenveranstaltung" war, bot es einen idealen Schutzrahmen für die Teilnehmerinnen. An Aktionen wie dem Hochseilklettergarten oder EDV-Kurs hatten sie nicht nur jede Menge Spaß, sondern sie trauten sich auch wesentlich mehr zu. Unter seines gleichen sind die Bedingungen eben anders, als wenn man sich den prüfenden Blicken von männlichen Mitschülern ausgesetzt fühlt. In jedem der verschiedenen Themenblöcke waren sie immer wieder mit für sie neuen Elementen konfrontiert. Durch praktische Erfahrungen konnten sie nicht nur ihre Fertigkeiten und Kenntnisse erweitern, sondern vor allem auch Schlüsselqualifikationen für ihr späteres Berufsleben erwerben. So war im Verlauf der Projektwochen vor allem durch die erlebnispädagogischen Elemente sowie dem WenDo-Kurs als auch dem Selbstverteidigungskurs bei den Mädchen ein deutlich gesteigertes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zu beobachten: sie hatten erfahren, wie sie mit Hilfe von Kommunikation und Teamarbeit auch schwierige Aufgaben meistern können, hatten gelernt, Eigeninitiative zu ergreifen und für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Durch den EDV-Kurs sowie das Bewerbungs- und Vorstellungstraining konnten den Teilnehmerinnen zudem Fachkenntnisse vermittelt werden, welche ihnen in der kommenden Bewerbungszeit sicherlich zusätzliche Vorteile verschaffen können. In einem weiteren Workshop mit dem Thema Männerbilder - Frauenbilder lernten die Mädchen verschiedene Klischees und Verhaltensmuster beider Geschlechter kennen unter anderem durch Rollenspiele. Mit der so gewonnen Fülle an Informationen ist das Projekt zwar formal abgeschlossen; es liegt aber jetzt an den Schülerinnen selbst mit den speziell für diesen Personenkreis von Manfred Seiler strukturierten Auswertungshilfen die gewonnen Informationen und Erkenntnisse in einen Fragenkatalog zu übernehmen. Bei einer noch folgenden praktischen Berufserkundung müssen sie nicht nur Zuschauer sein, sondern können selbst durch gezielte Fragen an die Berufstätigen die zur Berufsentscheidung fehlenden Antworten finden. Auch für diesen letzten Abschnitt der individuellen praktischen Berufserkundung, steht Manfred Seiler beim LaBuMoTa-Bewerbungsladen im Jugendhaus der Stadt Tauberbischofsheim weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung.
Fränkische Nachrichten - 04.08.2004

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