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Miteinander der Schüler wird gefördert

Fünf Jahre Kooperation Jugendarbeit / Schule in Walldürn / Wichtige Erfahrungen gesammelt


Bereits im 5. Jahr finden an der Auerberg-Hauptschule Walldürn Schulseminare statt. Neben den fachlichen Kompetenzen, die im Unterricht vermittelt werden, sollen dadurch die Schüler vor allem in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt und das Miteinander gefördert werden. Mit den beiden 5. Klassen sowie der Betreuungsklasse wurden in diesem Schuljahr über mehrere Monate je zweistündige "Sozialtrainings" durchgeführt. Ziel war es, sich selbst und die anderen besser kennen zu lernen, sich besser zu verstehen und Konflikte konstruktiv zu lösen. Dazu entwarfen die Schüler einen Steckbrief von einem Partner, den sie mit zwei positiven Eigenschaften ergänzten. Weitere Punkte waren Themen wie "Vertrauen", "gegenseitige Wertschätzung" oder "Wie geht es mir in meiner Klasse? - Was können wir gemeinsam tun, um uns besser zu verstehen?". Für die 6. Klassen fanden in enger Zusammenarbeit mit Kerstin Deppisch, Mitarbeiterin der Suchtberatungsstelle in Mosbach, Seminare zur Suchtprävention statt. Dabei wurde unter anderem erarbeitet, warum Menschen süchtig werden und was die Schüler in ihrer Persönlichkeit stärken kann, um "Nein" zu den Versuchungen diverser Drogen sagen zu können. Wie auch in den Vorjahren ist noch in diesem Jahr für die 7. Klassen Ende Juli ein Seminar zur Gewaltprävention geplant. "Wie entstehen Konflikte?" - "Wie kann ich Konflikte/Gewalt verhindern?" sind Fragen, die mit den Klassen besprochen werden. Dabei können sich die Schüler in Rollenspielen dem Thema nähern und sich so in verschiedene Situationen einfühlen. Für die beiden 8. Klassen stand ein Planspiel zum Übergang von der Schule in das Berufsleben auf dem Programm. Die Klassen durchliefen jeweils an einem Vormittag im Jugend- und Kulturzentrum auf spielerische Art verschiedene Stationen, mit denen sie vor Ende der Hauptschule und zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn konfrontiert werden. Durch die tatkräftige Unterstützung durch das Personal von "LaBuMoTa", dem regionalen Netzwerk für Arbeit suchende Jugendliche, konnten unter anderem Vorstellungsgespräche simuliert werden, Beratungsstellen aufgesucht und Eignungstests durchgeführt werden. Um die erlernten Einsichten in die Praxis umzusetzen, sind erlebnispädagogische Projekte sinnvoll, bei denen die Schüler lernen, gemeinsam Aufgaben zu lösen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Seit Bestehen des Hochseilgartens "Forest Jump" wird dieser gerne von den Schülern besucht. So werden auch in diesem Jahr wieder Veranstaltungen mit einigen Schulklassen dort durchgeführt werden. Bei dem Niedrigseilparcours steht vor allem das Lernen in der Gruppe im Vordergrund. Dabei ist eine wichtige Erfahrung, dass die Lösung von Aufgaben bereits mit einer guten, gemeinsamen Planung beginnt, wobei es besonders notwendig ist, sich zuzuhören. Eine der wichtigsten Regel bei den Hochseilelementen ist: "Herausforderung nach eigener Wahl". Das bedeutet, neue Erfahrungen zu machen, sich selbst herauszufordern und Ängste und Grenzen zu überwinden - sich aber auch nicht zu überfordern und zu seinen Grenzen zu stehen. Auch bei den zwei Kanutouren in den letzten beiden Wochen mit den Siebtklässlern ging es darum, Ängste z.B. vor dem Kentern zu überwinden, wie auch im "richtigen Leben", wo mancher "Schiffbruch" erleidet und wo es notwendig ist, aus Fehlern zu lernen und seinen Weg fort zu setzen. Eine wichtige Erfahrung ist aber auch, dass eine Bootsbesatzung ihr Ziel nur dann erreicht, wenn sie sich aufeinander abstimmt und einen gemeinsamen Takt entwickelt. In der Abschlussreflexion zeigten sich die Teilnehmer begeistert von dem Tag. Sie hätten vor allem Teamgeist gelernt. Eine Schülerin äußerte sich sogar, dass das der schönste Tag in diesem Schuljahr gewesen sei. Die Seminare wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Kulturzentrum Schlachthof organisiert und durchgeführt
Fränkische Nachrichten - 08.07.2004

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